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Montag, 9. Mai 2022

Fundraising is Friendraising

Zwei fundamentale Merksätze im Fundraising lauten: People Give to People und Fundraising is Friendraising. Beide Sätze heben die Bedeutung der persönlichen Verbindung zwischen Fundraiser:innen als Vertreter:innen der gemeinnützigen Organisation und den Gebenden hervor und verorten Fundraising im Beziehungsmarketing.

Die Frage, die sich bei zunehmender Relevanz von online Fundraising jeglicher Art stellt, lautet: Behalten diese Merksätze, die die menschlichen Beziehungen in den Mittelpunkt des Austausches rücken, dieselbe Bedeutung, auch wenn wir uns möglicherweise nur noch virtuell begegnen?

Wissenschaftler:innen der Indiana University Lilly Family School of Philanthropy haben im Januar 2022 einen mehrteiligen Bericht mit dem Titel The Giving Environment: Understanding Drivers for Donor Engagement veröffentlicht. Dazu sind mehrere zusammenfassende Infographiken entstanden. Unter dem Titel Who Gives, to What, and Why? werden die Nutznießer von Crowdfunding-Kampagnen aufgelistet:

Crowdfunding Engagement 2019 für

Familie oder Freunde                                                                    52,5%

Eine gemeinnützige Organisation                                                 47,1%

Freunde von Freunden oder Bekannte                                          32,8%

Fremde                                                                                          29,3%

Ein Projekt ohne finanziellen Gewinn                                          13,6%

Ein gewinnorientiertes Unternehmen mit finanziellem Gewinn    4,0%

Ein gewinnorientiertes Unternehmen mit Anteilserwerb               2,8%

Andere                                                                                            5,6%   

Aus dieser Übersicht geht einerseits hervor, dass Bekanntheit und Vertrauen für Gebende die größte Rolle spielen und andererseits Investitionen über das Instrument Crowdfunding in gewinnorientierte Unternehmen mit einem finanziellen Vorteil für die Gebenden nachgeordnete Zwecke sind. Hier ist der gemeinnützige Sektor klar im Vorteil.

Eine zweite Übersicht führt zu ergänzenden Erkenntnissen:

Anteil von $ im Crowdfunding und Social Media Engagement 2019 für

Familie oder Freunde                                                                   41,6%

Eine gemeinnützige Organisation                                                 22,1%

Freunde von Freunden oder Bekannte                                          10,8%

Ein gewinnorientiertes Unternehmen mit finanziellem Gewinn   10,3%

Fremde                                                                                             5,2%

Andere                                                                                             5,2%

Ein gewinnorientiertes Unternehmen mit Anteilserwerb                2,5%

Ein Projekt ohne finanziellen Gewinn                                            2,2%

Aus dieser Übersicht geht hervor, dass auch die Spendensummen für Familie, Freunde, gemeinnützige Organisationen und Bekannte die Tabelle anführen. Je direkter die emotionale oder finanzielle Investition in einen Menschen oder ein Projekt, desto erfolgsversprechender die Kampagne.

Aus diesen Übersichten für das Crowdfunding und Social Media Engagement lässt sich ableiten, dass gemeinnützige Organisationen (und das schließt ja die allermeisten Kulturinstitutionen in Deutschland ein) im Verhältnis zwischen Familie und Bekannten rangieren. Das spricht einerseits für die großartige Kommunikation die im gemeinnützigen Sektor vielerorts bereits geleistet wird und zeigt ebenfalls, auf welcher persönlich emotionalen Ebene Fundraising-Kommunikation ansetzen muss.

Wie hier am Beispiel des Crowdfunding und Social Media Engagements aufgezeigt wurde, bleibt auch für das online Fundraising also aktuell: Die persönliche Beziehungspflege steht weiterhin im Mittelpunkt der Fundraising Aktivitäten.

Montag, 20. April 2020

Kulturmanagement während der COVID-19-Krise: Darf man jetzt um Spenden bitten?

Wann, wenn nicht jetzt, dachte sich offenbar Peter Gelb, General Manager der Metropolitan Opera in New York und schickte einen Spendenaufruf an die gesamte Kundendatei. Beim Fundraising tun wir ja sonst alles, um Spender*innen zu segmentieren und zum richtigen Zeitpunkt die richtige Nachricht rauszuschicken. In der Krise verwarf man jedoch diese Erwägungen an der Metropolitan Opera und so erreichte die Nachricht alle, wirklich alle Kund*innen, selbst jene, die 2007 das letzte Mal ein Ticket gekauft hatten. Und die Empörung war groß.
Auch das Museum of Modern Art in New York verschickt in dieser Phase der COVID-19 Krise noch Erinnerungen zur Mitgliedschaftserneuerung an Künstler*innen, was auch gar nicht gut ankommt.

Aber was darf man denn jetzt als Kulturinstitution noch machen, in dieser Zeit, in der man tatsächlich alle Register ziehen möchte und jede erdenkliche Hilfe braucht? Wenn jetzt das große Schweigen im Wald herrscht und wir jede digitale oder physische Kommunikation verzögern, vermitteln wir doch den Eindruck als würden nicht wir, sondern die Umstände unser Narrativ kontrollieren.

In den Foren der amerikanischen Kulturmanger*innen herrscht Einigkeit zur grundlegenden Fundraising-Kommunikation: Es ist gut, weiterhin um die Erneuerung von Mitgliedschaften zu bitten, wenn man den philanthropischen Charakter einer Mitgliedschaft betont und ankündigt, die Mitgliedschaft automatisch um die Zeitspanne der Schließung zu verlängern.
Mit Newslettern kann immerhin die Kommunikation aufrecht erhalten werden. In diesen geht es jetzt vielleicht weniger um aktuelle Veranstaltungen, sondern mehr um Forschung, Sammlungen, Ehrenamtliche und Projekte, an denen die Mitarbeiter*innen zu Hause arbeiten. In diesem
Zusammenhang ist auch ein Spendenaufruf nicht ausgeschlossen, denn im Mittelpunkt dieser Nachricht steht, dass "wir immer noch hier sind und die Arbeit erledigen, die Ihnen wichtig ist!".
Es scheint, als kümmerten sich Direktor*innen und Geschäftsführer*innen der amerikanischen Kulturinstitutionen auch weiterhin erfolgreich um die Großspender*innen. Wie angemessen alle anderen Fundraising-Maßnahmen, außer Newslettern mit thematisch eingebetteter Fundraising-Botschaft und Mitgliedschaftserneuerung sind, darüber gehen die Meinungen ebenso weit auseinander wie über die geeigneten Fundraising-Instrumente. Viele Spendende möchten z. Zt., aus Angst sich möglicherweise anstecken zu können, keine physische Post erhalten.
Ich denke immer noch, dass es in dieser Phase am besten ist, zum Telefonhörer zu greifen, und mit allen Spendenden persönlich zu sprechen: Einfach mal in den neuen Alltag der Menschen reinhören und auch vom neuen Alltag der Kulturorganisation berichten. Fundraising ist Friendraising. So eine Krise kann uns doch jetzt näher zusammenführen.

Dienstag, 19. März 2019

Die Führungslücke im Fundraising

Die Bedeutung von Fundraising als Finanzierungsinstrument aber auch als Beschaffungs- und Beziehungsmarketing wird, wie Studien aus den USA, Kanada und Großbritannien zeigen, von Vorständen in gemeinnützigen Institutionen oft verkannt. Das ist erstaunlich, da in diesen Ländern Einnahmen aus Fundraising oftmals die größte Einnahmequelle darstellen. Auch in Deutschland spielt Fundraising, das Einwerben von Spenden aller Art und das Sponsoring, eine untergeordnete Rolle und das Potential ist noch nicht ausgeschöpft. Was lässt sich aus der Situation in den gemeinnützigen Organisationen der anderen Länder lernen?

Ausgangssituation ist sowohl bei kleinen als auch großen Kulturinstitutionen ein großer Fokus auf das Tagesgeschäft, ein Überleben von Wirtschaftsjahr zu Wirtschaftsjahr. Dieser Fokus auf kurzfristige Ziele, verhindert wirksames Fundraising. Dazu führt mangelnde Unterstützung auf höherer Ebene zu einem kurzfristigen, transaktionsorientierten Ansatz für das Fundraising.

Vieles davon ist auf das begrenzte Verständnis von Fundraising und die damit einher gehenden Scheu, selbst tätig zu werden, bei Vorständen und Beiräten zurückzuführen. Der Mangel an Status und Vertretung von Fundraising auf höheren Ebenen erschwert die langfristige Planung und das strategische Fundraising. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Summe der Spenden (Stichwort Fundraisingpyramide) sondern kann auch Auswirkungen auf das Personal haben. Wenn potenzielle Fundraiser diesen Mangel an Unterstützung und Kurzfristigkeit auf höheren Ebenen erkennen, wie groß kann die Motivation sein, eine Führungsrolle in der betreffenden Institution zu übernehmen?

Neben der Problematik der nur kurzfristigen Planung streben Vorstand und leitende Angestellte, die sich mit Fundraising nicht auskennen, zunehmend unrealistische Fundraising-Ziele an. Jahr für Jahr unerreichbare und ständig steigende Spendenziele zu erreichen, führt zu einer hohen Fluktuation von Fundraisern und einer zunehmenden Burnout-Rate. 

Die Lösung hier wie auch bei den anderen oben genannten Herausforderungen besteht darin, die Einstellung zum Thema Fundraising bei denjenigen zu ändern, die bereits in Führungspositionen sind, den Vorstandsmitgliedern und Führungskräften. Es gilt, diese Personen aktiv in den Fundraisingprozess einzubinden, also Fundraising auf höchster Ebene zu verankern und somit Verständnis für Strategie, planbare, realistische Ergebnisse und Anteil am Erfolg zu vermitteln.

Eine Untersuchung ergab, dass jede zusätzliche Form der Schulung/Ausbildung für Geldbeschaffer mit einem Spendenzuwachs von $37,000 verbunden ist. In diesem Fall haben die Investitionen in die Weiterbildung einen messbaren Return on Investment. Und das gilt gleichermaßen für Angestellte und Vorstandsmitglieder.

Freitag, 18. Januar 2013

Fundraising Ausblick für 2013

US-Fundraising Experten (Steve MacLaughlin, Blackbaud; Patrick Rooney, Indiana University School of Philanthropy;  Holly Hall, Chronicle of Philanthropy) sagen ein weiteres schweres Jahr für das Fundraising voraus. Die Spendeneinnahmen folgen den Wirtschaftzyklen und der Aufschwung wird auch in diesem Jahr gering sein. Immerhin konnte für das Jahr 2012 ein Spendenanstieg von 3,9% verzeichnet werden. Trotzdem, wenn die Spendenwachstumsrate so gering wie in den Jahren 2010 und 2011 bleibt, wird es über eine Dekade dauern, bis das Niveau von vor der Rezession 2008 wieder erreicht ist. (Übersicht Spendenentwicklung während der Großen Depression und der Großen Rezession) Ein Ergebnis der knappen privaten Mittel ist, dass die Spender selektiver als bisher vorgehen und eine geringere Anzahl von gemeinnützigen Organisationen unterstützen werden, insbesondere jene, welche besonders ergebnisorientiert arbeiten. Hier setzt sich die sogenannte "Kickstarter-Mentalität“ durch – ohne nachweisbares Ergebnis, keine Spende.

Ein Lichtblick könnte im Sponsoring liegen, da die Unternehmensergebnisse im 3. und 4. Quartal 2012 leicht anstiegen. Erfolgreich im Werben um Sponsoren werden aber vor allem  gemeinnützige Programme sein, die Unternehmen direkt oder indirekten Profit versprechen und mit dem Unternehmensleitbild, Kunden oder Mitarbeitern verknüpft werden können.
nnovation wird es vor allem im Bereich Social Media und Marketing bzw. Fundraising-Nachrichten aufs Handy geben. Die Ein-Medium-Kommunikation ist tot. Die besten Kundenakquisitions- und Kundenbindungsergebnisse lassen sich bei Spendern, denen die gleiche Botschaft durch viele Kommunikationskanäle vermittelt wurde, nachweisen. In der Handytechnologie und –nutzung lagen die USA im Vegleich zu Europa viele Jahre weit zurück. In den letzten Jahren haben sie aufgeholt und US-Nonprofits werden 2013 in diesen Bereich investieren. Knapp 40% aller E-Mails werden bereits jetzt auf mobilen Geräten geöffnet. 2014 werden mehr Amerikaner vom Handy als vom Computer aus im Netz surfen.

Freitag, 30. November 2012

Giving Season – Das Fundraising Finale 2012

No Impact, No Giving

Thanksgiving, Black Friday, Small Business Saturday, Cyber Monday, Giving Tuesday -  zum Auftakt der heißen Phase des Fundraisings zum Jahresende sind die Geldbörsen der Kunden nicht nur von den Geschäften schwer umkämpft. Zwei Dinge fallen zum Jahresende zugunsten der Non-Profit Organisationen zusammen, das Ende des Wirtschaftsjahres von Privatpersonen und die großen religiösen Feste Weihnachten und Hanukkah. Diese Anlässe nutzen viele Amerikaner, um noch einmal vor Steuerabzug oder mildtätig motiviert, eine große Spende zu machen. Die heiße Phase  beginnt an Thanksgiving, dem vorletzten Donnerstag im November, und hat ihren Höhepunkt von Weihnachten bis Neujahr. Der 31. Dezember und der 1. Januar sind definitiv keine Ferientage für Fundraiser.

Oft werden die auf alle Kommunikationskanäle abgestimmten Spendenaufrufe monatelang von Fundraisern vorberereitet.  Wie alle Fundraising-Kampagnen sollen auch die Spendenaufrufe zum Jahresende relevant und aktuell sein und Emotionen ansprechen. Der bestimmende Unterton zu dieser Jahreszeit ist aber entsprechend den Festen freudig und hoffnungsvoll. An das Mit- oder Schuldgefühl zu appellieren, ist für andere Anlässe vorbehalten. Während in den letzten Jahren Rechenschaftspflicht und Transparenz zentrale Kommunikationspunkte waren, ist es jetzt die Wirkung. Welche reale Hilfe können gemmeinnützige Organisationen tatsächlich nachweisen?
"No impact, no giving.“ Zwei Organisationen, die im letzten Jahr beispielhafte Kampagnen entwarfen sind das Red Cross America und die internationale Hilforganisation Oxfam America. Ich bin gespannt, was diese Saison bringt und halte Sie auf dem Laufenden!

Dienstag, 18. September 2012

What to do to earn a top nonprofit salary


 
According to the Chronicle of Philanthropy´s new Nonprofit Executive Compensation Report it is not always the president of an institution who earns top dollars. Reviewing the list of best nonprofit earners three other candidates beat the president´s salaries: experts with specialized knowledge, financial managers and fundraisers. So, if you are looking to make top dollars within a nonprofit organization get expertise in these respective fields!

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Patron Service Model

Autorin SOR, Erschienen im Newsletter "Kultur - Management - Politik", Raabe Verlag, Dezember 2009
Ein neues Organisationsmodel für die Bereiche Marketing und Development gewinnt unter amerikanischen Orchestern zunehmend an Popularität. Das sogenannte Patron Services Model vereint die traditionell getrennt geführten Abteilungen Marketing = Kartenverkauf und Development = Fundraising. Ziel dieser Zusammenlegung von Resourcen ist, mit aufeinander abgestimmten Marketing- und Developmentaktivitäten, die Einnahmen aus beiden Bereichen pro Kunde bzw. Haushalt zu optimieren.
Diese Einnahmen stehen in der Regel in proportionalem Verhältnis zueinander. Je höher die Besuchsrate von Konzerten und Events pro Kunde, umso höher die Bereitschaft zu spenden und grössere Summen zu spenden.
Basierend auf ihren Beteiligungsgrad werden die Kunden in verschiedene Segmente etwa Neukunden, Stammkunden und VIP Kunden unterteilt. Jedes Mitarbeiterteam gestaltet dann die Marketing und Development Kommunikation für jeweils ein Kundensegment. Die Kunden mit dem grössten Aktivitäts-Portfolio werden individuell betreut (Stichwort Private Banking), im Neukunden Segment betreut ein Mitarbeiter tausende Kunden. Der Vorteil ist, dass VIP Kunden z.B. Vorstandsmitglieder niemals um eine grosse Summe gebeten werden, nachdem sie gerade das 22-Konzerte-Abonnement verlängert haben. Für ein anderes Segment kann es bedeuten, dass einen Massenaufruf zu Kleinstspenden (Annual Campaign) nicht zeitgleich oder gerade zeitgleich mit dem Ausverkauf von Restkarten stattfindet.
Idealerweise findet die Koordination all dieser Massnahmen auch in Betrieben statt, in denen die Abteilungen Marketing und Development getrennt geführt werden. In der Alltagspraxis ist die Kommunikation jedoch oftmals weniger optimal und die Kunden (Patrons) weniger transparent. Von grosser Bedeutung für die Koordination der Bereiche ist eine Marketing/Development Software, die die Speicherung aller relevanten Kundendaten und Aktivitäten ermöglicht. Ein Blick auf ein Patron Services Organigramm zeigt, dass für die Auswertung der Kundendaten ein Heer an Mitarbeitern benötigt wird, um daraus zielgruppenspezifische Kommunikation und Angebote zu entwickeln.
Das Kundenfeedback zum neuen Servicemodel ist durch die Branche hinweg sehr positiv. Intern wird an der Optimierung des Patron Service Model, das z.B. in Detroit seit einem Jahr in Betrieb ist, wird weiterhin gearbeitet: Eine logische Eingliederung der Bereiche externe Kommunikation also Werbung und PR, Kartenbüro, Internetseite und auch Art Direktion gibt es bei diesem Modell nicht.

Montag, 7. September 2009

Trend Watch Internet-Spenden

Erschienen im Newsletter "Kultur - Management - Politik", Raabe Verlag, Juli 2009
Während Kulturinstitutionen aller Disziplinen einen allgemeinen Rückgang an Spenden verzeichnen, hält ein Trend weiterhin stark an: Spendeneinnahmen über das Internet. Der Gesamtanteil von Internet-Spenden am Spendenvolumen liegt weiterhin unter 10%. Doch einer Studie des „Chronicle of Philanthropie“ zufolge ist das Volumen der Internet-Spenden im vergangenen Jahr um 28% gestiegen, bei social-profit (dieser Begriff ersetzt im folgenden den Begriff non-profit) Kulturinstitutionen sogar um weitaus mehr.
In der Praxis haben sich folgende Massnahmen beim Einwerben von Internet-Spenden als erfolgreich erwiesen:
Setzen von Deadlines in E-Mail Spendenaufrufen
Fragen nach kleinen Summen
Kombination von SMS und E-Mail Spendenaufrufen
Sponsoren senden einen Spendenaufruf an ihre eigenen Datenbank
Multimedia-Kampagnen: Soziale Netzwerke, Video, E-Mail und SMS
Obwohl alle Altersgruppen im Internet präsent sind, ist der durchschnittliche Internet-Spender relativ jung. Aus diesem Grund sind Spendenkampagnen, die diese Zielgruppe durch eine Kombination von Aufrufen durch „Neue Medien“ ansprechen besonders erfolgreich. Der neueste Fundraising Trend in den USA ist das Spenden übers Handy. Diese Methode wurde erstmals auf einer Sportveranstaltung (Superbowl) im Februar 2008 vorgestellt. Nach gut einem Jahr hat sich die Idee durchgesetzt und wird von Kulturinstitutionen aller Art mit stetig zunehmendem Erfolg sowohl bei Kunden als auch bei durch Permission-Marketing generierten Kontakten eingesetzt.
In Bezug auf das Spenden übers Handy hat man in Deutschland übrigens schon länger Erfahrung gesammelt: Der erste überaus erfolgreiche Massen-Spendenaufruf mit der Bitte via SMS zu spenden, fand in Deutschland 2004 zugunsten der Tsunami-Opfer statt.

Sonntag, 26. April 2009

Internet-Spenden

Erschienen im Newsletter "Kultur - Management - Politik", Raabe Verlag, Mai 2008
Während die amerikanischen Präsidentschaftskandidaten bis zu 75% der Spenden für ihre Kampagnen über das Internet einwerben, liegt der durchschnittliche Anteil von Internet-Spenden am gesamten Spendenvolumen der Non-Profit Organisationen in den USA bei ca. 6%.
Für Kulturinstitutionen sind Internet-Spenden immer noch ein neues Feld, für das sich bisher noch keine "Best Practices" etabliert haben. Aus der Trendforschung lassen sich folgende Tendenzen ableiten:
Ein Zehntel aller Spender in den USA gibt über das Internet, dabei handelt es sich im Wesentlichen um junge, besser verdienende Menschen.
Zwei Drittel aller Internet-Spenden betragen weniger als $100
"Bequemlichkeit" ist der Grund, warum Spender den Weg über das Internet-Portal der Non-Profit Organisation suchen.
Ein Fünftel der Spender gibt an, als Reaktion auf eine Spendenaktion der Non-Profit Organisation zu handeln.
Die Gründe, nicht über das Internet zu spenden, lauten:
- Kein Internet-Zugang
- Die Organisation stellt keine Informationen zu Internet-Spenden bereit.
- Sicherheits-Bedenken.
Das Internet-Spendenportal ist eine kostengünstige Alternative, Kleinspenden einzuwerben. Wichtig ist, die Integration der Internet-Spenden in die allgemeine Fundraising- und Marketing-Strategie. Die Spender sollten bei jedem einzelnen Schritt der online-Transaktion an den Verwendungszweck der Spende erinnert werden; die junge Zielgruppe ist mit anderen Botschaften als der durchschnittliche, ältere Kulturnutzer und –spender zu erreichen.