Dienstag, 18. Juni 2013

Erfolgskriterien für Museum Apps

Photo from flickr by conxa.roda
Basierend auf einer Analyse internationaler Museum Apps, darunter den Besten der USA 2013, folgt hier, wie im letzten Artikel angekündigt, meine Liste der Erfolgskriterien für Museum Apps:
1.       Die App ist kostenlos
Die erste Hürde. Die meisten Museum Apps aber längst nicht alle sind kostenlos.

2.       Die App stellt einen Mehrwert dar.
Wer ein Smartphone besitzt, kann jederzeit auf die Internetseite des Museums zugreifen. Warum also eine App herunterladen, wenn sie doch nur die Inhalte der Internetseite wiederholt? Die Inhalte der App müssen sich über die Grundinformationen hinaus deutlich von der Internetseite unterscheiden.
 
3.       Die App ist multimedial.
Es gibt Audio- und Videoclips, Hinweise auf die Präsenz in sozialen Netzwerken und location-based services (z.B. QR-codes, Foursquare). Auf keinen Fall sollten die Beiträge eine bloße Kopie der Wandtexte sein. Und wenn, dann zumindest multimedial verlinkt.
 
4.       Die App ist interaktiv.
Keine Angst vor Spielen! Spielen ist auch Lernen. Da lassen sich spannende Spiele für alle Lernstufen entwickeln. Beliebt sind kleine Tests und Belohnungen, auch wenn sie virtuell sind.
Aber auch andere Formen der Interaktion sind beliebt wie eigene Fotos hochladen oder Kommentare hinterlassen, gerne in Verbindung mit den sozialen Netzwerken (z.B. Facebook, YouTube, Pinterest).
 
5.       Die App ist personalisiert.
Idealerweise kann der Nutzer seine Interessen auswählen, die als Leitfaden durch die Anwendung führen. Die verschiedenen Leitfäden sollten in erster Linie nicht nach kunsthistorischen Epochen sondern auch nach unterschiedlichen Lebensstilen geordnet sein. 

6.       Die App ist wiederholt nutzbar
Gibt es einen Grund, die App nach dem Museumsbesuch wieder zu nutzen? Oder ist die App nur einmalig interessant? Ist die App so vielfältig, dass sie Lust auf einen weiteren Museumsbesuch macht? Welche App-Aktivitäten eignen sich zur Reflektion, Vertiefung und Feedback nach dem Museumsbesuch?

Die Validierung der Demokratie der Künste: Eine Debatte zur Qualität von Künstlern und Kultur

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